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Willkommen bei New Culture INK

Tattoo Piercing & more

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Team


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    Igor

    Igor ist unser Tattoo Artist, der basierend auf jahrelang gesammelter Erfahrung in mehreren Tattoo- Studios, in der Lage ist, Ihnen so ziemlich jeden Tattoo-wunsch individuell nach Ihren Vorstellungen zu erfüllen.
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    Stefan

    Kundenzufriedenheit steht für unser Geschäft an erster Stelle. Fragen, Anregungen, Meinungen, Beschwerden direkt an den Geschäftsführer / Qualitätsmanagement. per Mail

Angebote


Tattoo

Wenn eine Idee entsteht und Ihr ein einzigartiges Tattoo unter der Haut tragen wollt, dann stehen wir Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Individuelle Beratung, das Finden des passenden Motives für die jeweilige Körperstelle und das Umsetzen der gesammelten Ideen unter Eure Haut, sind unsere Kompetenz. Bei Freihandarbeiten zeichnen wir direkt auf die Haut und können somit das Tattoo noch genauer an Euren Körper anpassen. Es entsteht ein einzigartiges Bild, welches dann präzise und mit Sorgfalt unter die Haut gebracht wird. Bei uns sind Sauberkeit und Hygiene selbstverständlich. In entspannter Atmosphäre wird Euer Tattoo mit Herz und Leidenschaft entstehen. Pflegetipps und Nachsorge stehen auch hier im Mittelpunkt. Jetzt heißt es nur noch, dass Ihr mit Eurer Idee, Offenheit und Vertrauen zu uns kommt. Wir freuen uns auf alle Nackten (ohne Tattoo) und Tätowierten, die ihren Körper verschönern möchten.



Preise Tattoo
Die Kosten für ein Tattoo sind ebenso variabel wie die Anzahl der verschiedenen Motive.
Sie lassen sich grundsätzlich nicht per Fernberatung ermitteln.
Es hängt immer vom Motiv, der Größe und dem Aufwand ab. Kommt also bitte persönlich bei uns im Studio vorbei, wir beraten Euch gern. Alle Preise verstehen sich inklusive einer Nachbearbeitung, insofern diese nötig ist.
Wenn Du einen Termin mit uns ausmachst, wird eine Anzahlung fällig,
diese richtet sich ebenfalls nach der Größe des Motivs.

Textildruck
Beim Flex-Transferdruck wird das Druckmotiv aus speziellen,
einfarbigen Kunststofffolien geschnitten und dann auf das Gewebe übertragen.
Neben Baumwoll-Geweben können auch Polyester-, Nylon-, Viskose- sowie Mischgewebe bedruckt werden.
Die Oberfläche von Flexfolien ist glatt bis matt/weich,
jene von Flockfolien dagegen samtartig.
Da mit dieser Drucktechnik lediglich Vektorgrafiken ohne Farbverläufe gedruckt werden können,
eignet sie sich insbesondere für den Druck von Schriftzügen, Piktogrammen,
Logos und ähnlichen Motiven.
Mehrfarbige Drucke sind möglich (und durchaus üblich), da aber alle Arbeitsschritte jeweils pro Farbe durchgeführt werden müssen,
steigen die Kosten mit jeder zusätzlichen Druckfarbe relativ an.


Preiseliste

T-Shirt ab 10€
Polo-Shirt ab 17,50€
Pullover ab 20€
Hoody (Kapuzen Pullover) ab 30€
Jogginghose ab 30€
Kapuzenjacke ab 35€
Basecaps ab 20€

Weitere Preise auf Anfrage.
AGBs

Zum Tätowieren von Personen unter 18 Jahren, die mindestens 16 Jahre alt sind benötigen wir eine Einverständniserklärung sowie eine Kopie des Personalausweises eines Erziehungsberechtigten. Zusätzlich muss zum Tätowiertermin mindestens ein Erziehungsberechtigter anwesend sein. Die Entscheidung eine Person unter 18 Jahren zu tätowieren trifft der Tätowierer in einem persönlichen Gespräch.

(Wir piercen nur Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Bei Personen unter 18 Jahren müssen die Eltern mit vor Ort sein und einen gültigen Personalausweis mit vorlegen. )

Wir tätowieren oder piercen keine Personen unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss, sowie Bluter, Personen mit Hepatitis oder Personen mit Immunschwäche (HIV).
Vor dem Tätowieren oder Piercen ist eine Einverständniserklärung auszufüllen welche nur in Zusammenhang mit dem Personalausweis oder Reisepass möglich ist.
Wir behalten uns vor, Kunden unbegründet abzulehnen. Dies gilt insbesondere für politische Wunschmotive.
Die Tattoo-Motive können aus unserer großen Vorlagenauswahl ausgewählt werden. Gerne verändern wir auch die Vorlage nach euren Wünschen. Tattoo-Motive können auch mitgebracht werden, selbstverständlich entwerfen wir natürlich auch für euch individuell angefertigte Motive.
Der Preis für ein Tattoo richtet sich nach Größe, Farben, Körperstelle, eventuellen Veränderungen an der Vorlage und technischem Grad. Der Preis für ein Tattoo versteht sich inklusive Nachstechen. Nachstichtermine sind innerhalb von 14 Tagen umgehend zu melden im Studio, ansonsten ist der Nachstich zu bezahlen.
Bei Terminabsprachen verlangen wir eine Anzahlung in Höhe von 50 €, sowie bei Rückenbildern eine Anzahlung in Höhe von 500 €, die nach dem Termin mit dem Endpreis verrechnet wird. Termine können spätestens bis 3 Werktage vor Termin verschoben werden, damit wir den Termin neu belegen können. Geschieht dies nicht, behalten wir die Anzahlung ein. Bei Terminabsagen ohne triftigen Grund wird die Anzahlung als Aufwandsentschädigung einbehalten. Die Bezahlung erfolgt immer in Bar und in voller Höhe nach Beenden der Leistung.
Ratenzahlung kann nur bei Motiven vereinbart werden, die über mehrere Sitzungen gestochen werden müssen.
Geschenkgutscheine können zu jedem Betrag bei uns gekauft werden. Gutscheine werden nicht ausbezahlt, auch keine Teilbeträge.
Wir verwenden nur sterile Nadeln (zum Tätowieren) und Einwegnadeln (zum Piercen). Außerdem beachten wir selbstverständlich die üblichen Hygienevorschriften.
Wir informieren euch ausführlich über Pflegehinweise zur Nachbehandlung eines Tattoos oder Piercings. Eine Pflegeanleitung wird ausgehändigt.
Wir übernehmen keine Haftung für Folgeprobleme, wie z.B. falsche Pflege, falsche Salben, falscher Sonnenschutz, etc.
Der Kunde erklärt sich bei Vertragsabschluss mit den AGB’s einverstanden. Weiterhin verzichtet der Kunde bei auftretenden Komplikationen keine Schadensersatzansprüche oder andere dadurch anfallende Kosten jeglicher Art gegen das ausführende Studio, den Tätowierer/Piercer sowie dessen Lieferanten geltend zu machen.

Kontakt

Addresse: New Culture Ink
Tattoo & Piercing Studio
Friedrichstraße 39
15537 Erkner

Tel: 03362 / 5742121

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 12:00 - 19:00

Sa: nach Vereinbarung

E-Mail: info@new-culture-ink.de


Kontakt Formular

Geschichte


Tattoo
Eine Tätowierung (wissenschaftlich auch Tatauierung, umgangssprachlich (engl.) Tattoo [tə'tu:]) ist ein Motiv, das mit Tinte oder anderen Farbmitteln in die Haut eingebracht wird. Dazu wird die Farbe in der Regel von einem Tätowierer mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln (je nach gewünschtem Effekt) in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder Text gezeichnet. Heute stellt die Tätowierung beim Menschen eine Form der Körpermodifikation dar, bei Tieren eine Kennzeichnung (Tierkennzeichnung) zur Identifikation
Ursprung und Herkunft

Wegen der vielfältigen und über den ganzen Erdball verstreuten Hinweise ist davon auszugehen, dass sich die Sitte des Tätowierens bei den verschiedenen Völkern der Erde selbständig und unabhängig voneinander entwickelt hat. Im Norden Chiles wurden 7000 Jahre alte Mumien gefunden, die Tätowierungen an Händen und Füßen aufwiesen. Die Gletscher-Mumie Ötzi trug vor über 5000 Jahren mehrere Zeichen, die mit Nadeln oder durch kleine Einschnitte unter die Haut gebracht worden waren. Besonders aufwändige und großflächige Tätowierungen sind von den eisenzeitlichen Skythen, einem Reitervolk der russischen Steppe und des Kaukasus, und aus der Pasyryk-Kultur im Altai bekannt. Dies scheint die häufig vertretene These zu widerlegen, dass die Sitte des Tätowierens ursprünglich aus Südwestasien stamme, sich von dort über Ägypten nach Polynesien und Australien ausgebreitet habe und schließlich nach Nord- und Südamerika weitergetragen wurde. In seiner rituellen Bedeutung ist es in verschiedenen Kulturen in Mikronesien, Polynesien und bei indigenen Bevölkerungen verwurzelt und zum Beispiel auch bei den Ainu und den Yakuza (Japan) verbreitet

Technik

Der Vorgang der Tätowierung besteht grundsätzlich in einer Punktierung der Haut, wobei gleichzeitig mit dem Durchstechen ein Farbmittel in die Haut eingebracht wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Stich weder zu oberflächlich noch zu tief angebracht wird. Im ersten Fall würde das eingelagerte Farbmittel lediglich in die Zelllagen der Epidermis eingebracht werden. Dies hätte zur Folge, dass bei der fortwährenden Erneuerung dieser Hautschicht ein ab wachsen und eine Abstoßung der Farbmittelteilchen nach außen gleichzeitig mit den Epidermiszelllagen erfolgen würde. Im zweiten Fall, wenn also der Stich zu tief in die Haut vorgenommen wird, kommt es durch die auftretenden Blutungen zu einem Auswaschen der Farbmittel. Dauerhaft haltbar sind diejenigen Farbmittel, die in der mittleren Hautschicht, und zwar im Zelltyp der Fibroblasten eingelagert sind. Die Geschwindigkeit ist abhängig von der Tätowiermaschine, der Technik und dem gewünschtem Effekt, z. B. Linien oder Schattierungen, liegt aber zwischen ca. 800 bis 7.500 Bewegungen pro Minute. Die Tinte hält sich dank einer Kapillarwirkung zwischen den Nadeln und wird durch die Schnelligkeit der Bewegung ähnlich leicht in die Haut gebracht wie beim Zeichnen mit einem Stift auf Papier. Die Haut wird mit der einen Hand unter Spannung gehalten, die andere Hand bringt das Bild ein. Hierbei wird zunächst – zumeist mit schwarzer Farbe – die Kontur erstellt sowie – insoweit erforderlich – die Schattenwirkung eingebracht; anschließend werden die entsprechenden Flächen farblich aufgefüllt. Die Wahl der verwendeten Nadelmengen- und Stärken richtet sich nach dem Motiv und der angewandten Technik. Es existieren weitere Möglichkeiten, dauerhafte Hautzeichnungen herzustellen, beispielsweise das Einschneiden der Haut und ein Einreiben der Wunde mit Tinte, Asche oder sonstigen Farbgebenden Stoffen (so genanntes Ink-Rubbing), oder das Tätowieren mit Nadel und Faden, bei dem eine mit Faden umwickelte Nadel in Tinte, Tusche oder sonstige Farbgebende Stoffe getaucht und dann in die Haut gestochen wird; dieser Vorgang wird umgangssprachlich auch als „Peiken“ bezeichnen. Österreichische Soldaten und gemeine Soldaten tätowierten sich im 19. Jahrhundert mit Einschnitten von „Namens-Chiffren“ oder Kreuzeszeichen, als Färbemittel dient Schießpulver. Bei den Völkern Polynesiens war ein Tätowierkamm gebräuchlich, der aus verschiedenen Pflanzenteilen oder Knochen hergestellt wurde und an einem langen Stab befestigt war. Die Spitzen des Kammes wurden durch rhythmisches Schlagen auf den Griff in die Haut getrieben, wo sie eine Tinte aus Wasser und Asche oder verbrannten Nüssen einbrachten.
Diese Kämme gab es in unterschiedlichen Breiten, sie hinterließen aber immer Linien, niemals Punkte. Die Irezumi genannten traditionellen japanischen Tätowierungen werden auch heute noch häufig manuell gefertigt, obwohl sich westliche Tätowiermaschinen auch in Japan längst großer Beliebtheit erfreuen. Hierzu dienen Nadeln, die, wie bei einem Pinsel, an langen Bambusgriffen befestigt sind. Diese Technik erfordert sehr viel Übung, erlaubt aber dem Meister durch Variation in der Tiefe des Stiches Tätowierungen mit großer Präzision und Kontrolle herzustellen. Die Inuit hingegen zogen mit Farbe getränkte Fäden oder Sehnen unter der Haut hindurch, um eine dauerhafte Zeichnung zu erhalten.


Was ist Piercing?

Dieser Begriff kommt, wie so vieles, aus der englischen Sprache vom Wort “to pierce”, was soviel bedeutet wie durchbohren, durchstechen, durchdringen. Also, Piercing ist nichts anderes als der Vorgang etwas durchzustechen. Piercing hat deshalb immer etwas mit einer Verletzung zu tun, weil man eine Nadel oder ein ähnliches Stichinstrument dazu braucht, um ein Loch, besser einen Kanal durch die Haut oder das Organ zu bohren.

Historisches zu Piercing

So lange die Menschheit existiert, haben die Menschen immer das Bedürfnis gehabt sich zu schmücken, sei es zu Festlichkeiten oder um eine hierarchische Stellung anzuzeigen, in der sie sich befinden. Vergleichbar sind die Punkte auf der Stirn der Inderinnen, welche anzeigen zu welcher “Kaste” sie gehören. Bei den Naturvölkern sind es z. B. Halsringe oder Armbänder wie auch die Penishauben der Männer, die die Feinde abschrecken oder den Frauen die Potenz anzeigen sollen. Diese Schmuckstücke, Rangabzeichen oder Stammeskennzeichen werden von Generation zu Generation weiter gegeben. Eine andere Form des Körperschmucks ist das Tattoo (die Tätowierung), welche die gleiche bzw. eine ähnliche Bedeutung hat, siehe Tahiti die Polynesier.

 Das persönliche Gefallen oder die Eitelkeit des Einzelnen spielte in dieser Zeit und bei den Naturvölkern keine große Rolle. Neben das Tattoo gesellte sich das Piercing, das Durchbohren der Haut oder der Körperanhängsel (med. Akren). Mit Akren sind allg. die Ohrmuschel, die Nase, und im weitesten Sinne auch die Brustwarzen und nicht zu vergessen der Penis gemeint. Die ältesten Formen des Piercing sind wohl Ohrringe und Nasenringe. Die römischen Kriegsherren und Helden (Centauren), die ägyptischen Pharaonen und Könige sowie die Medizinmänner, in anderen Teilen der Welt trugen Körperschmuck, um damit ihren Einfluss, Mut und ihre Männlichkeit zu zeigen. Auch in der heutigen Zeit lässt sich bei den Naturvölkern, noch diese Art des Körperschmucks beobachten. Im Mittelalter wurde den Frauen Keuschheitsgürtel angelegt und den Jungen wurde ein Vorhautring eingesetzt, welcher eine Erektion und das onanieren verhindern sollte.
Die heutige bedeutung des Piercing.

In der heutigen Zeit ist der Körperschmuck nicht mehr zu den oben beschriebenen Zwecken notwendig. Bei den Menschen, die sich heutzutage Piercingschmuck anbringen lassen, soll dieser Schmuck anderen Zwecken dienen. Körperschmuck, ausgenommen Tattoos, bezeichnet man heute mehr als Intim- oder Erotikschmuck, der mehr zur Intimstimulanz beitragen soll. Ein anderer Grund sich Piercen zu lassen und anschließend den Schmuck zu tragen, ist, etwas Besonderes zu haben. Da in unserer Zeit nicht die Konformität sondern die Individualität einen sehr hohen Stellenwert hat, ist das Piercing gerade dazu besonders geeignet. Den Menschen an sich kann man nicht ohne Evolution sehen und darin sind auch die Fragen zu suchen.

An welchen Körperstellen kann man(n) sich piercen lassen?

Im Prinzip sind bei der Auswahl der Körperstellen keine Grenzen gesetzt, doch einige Einschränkungen gibt es. Ich denke im Besonderen an Stellen, die in direktem Zusammenhang mit anderen Organen stehen (z. B. das Auge), deshalb sollte man von einem Lidpiercing absehen. Auch das Zungenpiercing sollte gut überlegt sein, denn die Zunge ist eben auch ein sehr beanspruchtes Organ, ob nun beim Sprechen oder beim täglichen Essen. Tiefgehende Piercings durch den Muskel bieten ebenso wie zu flache Piercing Gefahren in sich. Beim Muskel werden immer die Muskelstränge mit verletzt und die tief sitzenden Wunden können sich leichter entzünden, der Stichkanal ist länger und wird schlechter belüftet. Das Resultat wäre im schlimmsten Fall eine Infektion mit Anaerobiern, das sind Krankheitserreger die unter Luftabschluss, also ohne Sauerstoff, leben und sich vermehren können. Die wohl von euch bekannteste Form wäre der Tetanus oder Wundstarrkrampf. Bei zu flachen Piercings besteht die Gefahr, dass bei harten Aktionen die Ringe ausreißen und die Stellen chirurgisch behandelt sprich, genäht werden müssen.

Was spricht gänzlich gegen ein Piercing?

Im Grunde gibt es keine Gründe gänzlich gegen Piercing. Ausschlaggebend ist nur der persönliche Geschmack und der Gesundheitszustand und die Neigung zu Allergien. Auch wenn die Materialien keine große Neigung haben Allergien auszulösen, so reagiert doch jeder Körper anders auf  Fremdmaterialien. Es gibt keine Altersbeschränkung nach oben, jedoch nach unten.  Die Personen  müssen mindestens 16  Jahre alt sein, weil es die gesetzlichen Vorschriften in Deutschland so vorschreiben. Genauso wie die Eltern oder  Erziehungsberechtigten vor Operationen Ihre Einwilligung für ihre Kinder geben müssen, müssen auch hier Einwilligungen vorliegen.

Warum man(n) sich das Piercing zweimal überlegen sollte

Nun, diese Frage hört sich vielleicht nicht so kompliziert an, als dass man nichts dazu sagen könnte. Das ist aber ein Irrtum. Ein Piercing ist immer noch eine Verletzung des Körpers und bringt die damit entscheidenden Fragen gleich mit. Auch wenn Ihr euch nach einiger Zeit dazu entscheiden solltet, den Schmuck nicht mehr zu tragen, bleiben die Verletzungsnarben, wenn auch nicht sehr groß, vorhanden. Da der Schmuck immer getragen werden sollte, auch im Schwimmbad oder am Strand, müsst Ihr damit rechnen, dass es Leute gibt, die dieses nicht verstehen und euch schief von der Seite anschauen. Auch mit Angriffen aus den eigenen Reihen müsst Ihr euch auseinander setzen. Wie bei jeder Operation, die ein gewisses Risiko darstellt, gibt es auch beim Piercing ein Restrisiko. Die gepiercten Stellen können entweder sensibler, also empfindlicher, oder auch unsensibler werden als sie vorher waren. Bei einer Sensibilitätssteigerung, kann das vorher so erotische Spiel z. B. an der Brustwarze zu einer Qual werden. Bei einem umgekehrten Resultat kann es häufiger zu Verletzungen kommen, weil die Schmerzgrenze viel höher liegt. Welcher Fall nun eintritt, kann ich nicht vorher bestimmen, weil es von Person zu Person unterschiedlich ist. Ihr solltet euch vorher einige Fragen selbst beantworten:

o Bin ich stark genug mich mit den Problemen auseinander zu setzen? 
o Bin ich frei genug mit meinem Arzt über die auftretenden Probleme zu reden?
o Habe ich mich mit meinem Partner darüber ausgesprochen?
o Nehme ich das Risiko einer veränderten Sensibilität in kauf?
o Will ich den Schmuck wirklich haben, oder nur weil auch andere ihn tragen?
o Stehe ich wirklich auch gefühlsmäßig hinter meiner Entscheidung?

Medizinisches zu Piercing

Piercing ist eine Verletzung des Körpers bzw. der Körperoberfläche. Jede Verletzung und sei sie noch so klein stellt immer ein Risiko dar. Die Haut, die eigentliche Schutzhülle unseres Körpers, soll uns vor Eindringlingen schützen, sowie auch das Fett und hat ebenso eine schützende Funktion. Aus diesen Gründen sollten die Grundregeln der Hygiene und der fachgerechten Versorgung der Verletzung sprich der Wunde vorhanden sein. Viele von euch werden jetzt bestimmt meinen, der übertreibt ja ganz schön. Wenn ihr euch aber mal darüber im klaren seid, das Menschen früher an den kleinsten Verletzungen gestorben sind, als es noch kein Penicillin oder gar Impfstoffe gegen Wundstarrkrampf gab, dann erst werdet ihr darüber auch anders denken. Also, ein Piercing sollte immer unter den Grundsätzen der Hygiene und einer noch vertretbaren “Sterilität” gemacht werden.
Ein Piercing kann auch ohne eine Betäubung gemacht werden, doch sind die Schmerzen meistens stärker als vorher angenommen. Die Gefahr einer Ohnmacht ist in jedem Fall gegeben – dies hat nichts mit “Weichlichkeit” oder “Unmännlichkeit” oder gar “Schwäche” zu tun, sondern ist mehr eine automatische Schutzfunktion unseres Körpers.